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Knorr-Bremse stärkt Schienenstandort Berlin

01. Februar 2017

  • Bündelung der Produktion von Systemen für Schienenfahrzeuge in Mahrzahn
  • Verlagerung der Produktion von Systemen für Nutzfahrzeuge nach Tschechien
  • Angleichung der Arbeitsverhältnisse bei Tochtergesellschaft an die im Konzern gültigen Regelungen
  • Klares Bekenntnis zum Gründungsstandort Berlin

  • Knorr-Bremse Standort in Berlin | © Knorr-Bremse

Der Knorr-Bremse Konzern, weltweit führender Hersteller von Bremssystemen und Anbieter weiterer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat heute umfassende Maßnahmen zur Stärkung des Schienenstandorts Berlin bekannt gegeben. Damit bekennt sich Knorr-Bremse klar zum Gründungsstandort Berlin. Zu den Maßnahmen zählen:

  • Umzug der Produktion von Energieversorgungssystemen für Schienenfahrzeuge (Knorr-Bremse PowerTech) vom Standort Berlin-Tegel nach Berlin-Mahrzahn
  • Ausbau Schienenstandort Berlin durch Verlagerungen von München nach Berlin
  • Verlagerung der Produktion von Drehschwingungsdämpfern für Nutzfahrzeug- Stationärmotoren (Hasse & Wrede) von Berlin-Mahrzahn an den Standort für Systeme für Nutzfahrzeuge im tschechischen Liberec
  • Wechsel der Knorr-Bremse PowerTech aus dem tarifgebundenen in den tariffreien Arbeitgeberverband, um Ausgleichung der Arbeitsverhältnisse innerhalb des Knorr-Bremse Konzerns zu erreichen

Mit dem Umzug der Knorr-Bremse PowerTech, die im Wesentlichen Energieversorgungssysteme für Schienenfahrzeuge herstellt, konsolidiert und stärkt Knorr-Bremse den Schienenstandort Berlin. Auf dem Gelände in Marzahn befinden sich bereits heute wichtige Teile der Produktion der Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, die hier vor allem Bremsscheiben und Bremssteuerungen fertigt. Dadurch entwickelt sich Marzahn zu einem auf das Schienengeschäft fokussierten Standort, an dem künftig mehr als 900 Mitarbeiter beschäftigt sein werden. Von dem Umzug nach Marzahn, wo Knorr-Bremse PowerTech bereits von 1996 bis 2003 angesiedelt war, sind rund 275 Mitarbeiter betroffen. Der Umzug soll ab Mitte 2018 erfolgen und Anfang 2019 abgeschlossen werden.

Mit der Stärkung von Marzahn bekennt sich Knorr-Bremse klar zum Standort Berlin, der Gründungsstätte des Unternehmens im Jahr 1905. Knorr-Bremse hat den Schienenstandort Berlin in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut, zum Beispiel wurden 2016 Teile der Fertigung von München nach Berlin verlagert. Die Zahl der Beschäftigten im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge in Berlin-Marzahn wuchs dabei von 2013 bis 2016 um 20 Prozent auf über 600 Mitarbeiter. Hinzu kommen die 275 Mitarbeiter der Knorr- Bremse PowerTech, die 2014 übernommen wurde. Für den Standort Berlin spricht vor allem die Nähe zu großen Kunden, wie den Schienenfahrzeugherstellern und -betreibern, die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften und qualifizierten Experten sowie die gute Infrastruktur der Stadt.

Dem Umzug der Knorr-Bremse PowerTech nach Marzahn geht die Verlagerung der Produktion von Drehschwingungsdämpfern von Marzahn in das tschechische Liberec sowie an Standorte in Nordamerika und Asien voran. In Marzahn fertigt die Knorr-Bremse Tochter Hasse & Wrede gegenwärtig mit rund 150 Mitarbeitern Drehschwingungsdämpfer vor allem für Nutzfahrzeug- und Stationärmotoren.

Die Verlagerung der Produktion nach Nordamerika und Asien erfüllt die Lokalisierungsforderungen der Motorenhersteller und dient der Sicherung des weltweiten Dämpfergeschäfts der Hasse & Wrede. Vor diesem Hintergrund und aufgrund des weiter steigenden Kostendrucks der Kunden ist der Erhalt der verbleibenden Produktion am Standort Marzahn wirtschaftlich nicht sinnvoll. In Liberec unterhält Knorr-Bremse bereits einen großen Standort für die Produktion von Systemen für Nutzfahrzeuge. Von der Verlagerung nach Liberec sind 125 Mitarbeiter in der Produktion und produktionsnahen Bereichen betroffen, für die sozialverträgliche Lösungen gefunden werden sollen. Von der Verlagerung ausgenommen ist das Dämpfer Center of Competence, das weiterhin das weltweite Geschäft von Berlin aus führen wird. Es ist geplant, die Verlagerung in der ersten Hälfte 2018 abzuschließen.

Darüber hinaus ist Knorr-Bremse PowerTech Ende Januar mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 aus dem tarifgebundenen Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Berlin- Brandenburg ausgetreten und wechselt in den tariffreien Allgemeinen Verband der Wirtschaft für Berlin und Brandenburg. Im Einklang mit dem angekündigten Umzug nach Marzahn vollzieht Knorr-Bremse PowerTech damit nach dem Erwerb durch Knorr-Bremse nun die Integration in die Konzernstrukturen und bereitet die Angleichung der Arbeitsverhältnisse innerhalb des Konzerns vor. Bereits seit 2006 gilt im Knorr-Bremse Konzern in Deutschland die 42-Stunden-Woche. Für Knorr-Bremse PowerTech ist die Einführung der 42- Stunden-Woche zum 1. April 2017 geplant. Außer am Standort Berlin ist die Einführung auch für Knorr-Bremse PowerTech am bayerischen Standort Holzkirchen vorgesehen, wo jetzt schon ein Teil der Belegschaft 42 Stunden in der Woche arbeitet.

Die Arbeitnehmervertretungen sowie die potenziell betroffenen Arbeitnehmer bei Hasse & Wrede und Knorr-Bremse PowerTech sind über die eingeleiteten Maßnahmen bereits informiert worden. Die Gespräche über den Interessenausgleich und Sozialplan werden umgehend beginnen. Knorr-Bremse beschäftigt am Standort Berlin insgesamt 1.040 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Deutschland rund 5.000, weltweit circa 25.000.

 

Mag. Christina Ebersberger-Dörfler

Tel.: +43 (0)2236 / 409-2254
Fax: +43 (0)2236 / 409-2412
E-Mail: christina.ebersberger-doerfler@knorr-bremse.com

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