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Knorr-Bremse Aldersbach feiert dreißigsten Geburtstag

10. Februar 2010 [Knorr-Bremse Konzern]

Seit nunmehr dreißig Jahren prägt das Knorr-Bremse Werk in Aldersbach die Wirtschafts-struktur des Landkreises Passau und ist dort einer der wichtigsten Arbeitgeber. Die Fabrik hat sich in den letzten Jahren zum größten Produktionsstandort für Scheibenbremsen und elektronische Bremssysteme für Nutzfahrzeuge in Europa entwickelt. Der für diesen Bereich zuständige Vorstand der Knorr-Bremse AG Klaus Deller bezeichnete den Standort in einer Ansprache an die Mitarbeiter zum Jubiläum als ein Vorzeigewerk des Konzerns. Die in Al-dersbach für die Produktion von Scheibenbremsen und elektronischen Bremssystemen ent-wickelten Methoden und Prozesse werden weltweit eingesetzt.

Begonnen hatte die Geschichte des Standorts Aldersbach am 1. Februar 1980, als die da-malige Knorr-Bremse Gesellschaft Süddeutsche Bremsen AG in der 4.300-Einwohner-Gemeinde eine stillgelegte Halle mit 2.500 Quadratmetern Produktionsfläche kurzfristig an-mietete und ein Jahr später erwarb. Insbesondere die Verfügbarkeit qualifizierter gewerbli-cher Mitarbeiter in und um Aldersbach gab den Ausschlag für die Errichtung eines Zweig-werks. Mit anfänglich 35 Mitarbeitern fertigte Knorr-Bremse in Aldersbach zunächst Brems-ventile für Schienenfahrzeuge.

Nach und nach wurden in der bis 1984 erweiterten Fabrik Geräte und Teile aus mehreren Produktionsbereichen gefertigt. 1988 begann im Rahmen der Trennung der Fertigungs-standorte der beiden Bereiche von Knorr-Bremse – Systeme für Schienen- sowie Systeme für Nutzfahrzeuge – ein umfassender Ausbau des Standorts. Mit einem Investitionsvolumen von damals knapp 50 Millionen DM errichtete Knorr-Bremse auf einem Gelände von schließ-lich rund 150.000 Quadratmetern eine Produktion für Nutzfahrzeugbremssysteme, die dann bis 1993 komplett aus München nach Aldersbach verlegt wurde. 2008 setzte das Werk mit 1.130 Mitarbeitern rund 750 Millionen € um.

Auch wenn im letzten Jahr die globale Wirtschaftskrise und der dramatische Einbruch der weltweiten Nutzfahrzeugproduktion das Werk belasteten, sieht Werksleiter Franz-Josef Bir-keneder den Standort für die Zukunft gut gerüstet. „Die Entwicklung und der Erfolg des Werks in den letzten dreißig Jahren basiert auf zwei Faktoren: dem großen Potential innova-tiver Produkte sowie dem überdurchschnittlichen Engagement unserer Mitarbeiter. Das Know-how und die Loyalität der Aldersbacher Belegschaft hilft uns, die Krise zu meistern und das Werk auf die Zukunft auszurichten.“

Entscheidend ist gerade bei einem sicherheitsrelevanten Produkt wie der Bremse das Quali-tätsbewusstsein der Mitarbeiter. Deshalb ist die Null-Fehler-Philosophie in Aldersbach für alle verbindlich und in entsprechenden Prozessen hinterlegt. Ein Teil der Fachkräfte für die moderne Fertigung wird seit 26 Jahren in der eigenen Lehrwerkstatt in den Berufen Me-chatroniker/in, Industriemechaniker/in, Zerspanungsmechaniker/in, Elektroniker/in für Be-triebstechnik, Industriekauffrau/mann sowie Bürokauffrau/mann ausgebildet. Die Bedeutung des Werks als Ausbilder, Arbeitgeber, Steuerzahler und Förderer von Kultur hob der zweite Bürgermeister Robert Bauer in seiner Rede hervor. Die Gemeinde werde auch weiterhin al-les für eine erfolgreiche Zukunft von Knorr-Bremse in Aldersbach tun.

Der Knorr-Bremse Konzern ist weltweit der führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahrzeu-ge automatische, elektropneumatisch oder elektrisch angetriebene Einstiegssysteme, au-ßerdem Klimaanlagen, Steuerungskomponenten und Scheibenwischer sowie Bahnsteigtü-ren. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen Drehschwingungsdämpfer und Lösungen rund um den Antriebsstrang wie das Pneumatic Booster System (PBS) und Ge-triebesteuerung zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

Christoph Günter

Leiter Unternehmenskommunikation

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